Autor: Iver Jackewitz (Seite 3 von 19)

KI kann Bienen schützen

Ein interdisziplinäres Studierendenteam an der Universität Hamburg hat die Grundlage und einen Prototypen zur automatisierten akustischen Überwachung von Bienenvölkern entwickelt.

Künstliche Intelligenz (KI) kann vieles. Auch Bienen schützen? Ja klar! – dachte sich ein interdisziplinäres Studierendenteam an der Universität Hamburg und hat im Rahmen des Seminars „Digital Innovation Lab“ (Sommersemester 2022) die Grundlage und einen Prototypen für ein System zur automatisierten akustischen Überwachung entwickelt. Ziel und Motivation war, die Stärke des Varroamilben-Befalls eines Bienenvolkes anhand der Geräusche des Bienenvolkes zu bestimmen. Dieses Ziel haben die Studierenden zwar nicht ganz erreicht, aber dennoch ist ein sehr beeindruckender Prototyp entstanden.

Prototyp zur akustischen Überwachung eines Bienenvolkes (Bild des Projektes)

Ein Mikrocontroller (Arduino), angetrieben durch Solarstrom, zeichnet die Geräusche der Bienen auf und untersucht sie mit einem Machine-Learning-Modell. D.h. die Untersuchung findet direkt auf dem Gerät statt. Da es leider (noch) keine Datenbanken mit Geräuschen von Bienen mit Milbenbefall gibt, konnten die Studierenden ihr Modell nur auf die Unterscheidung von Umgebungsgeräuschen und Geräuschen von Bienen trainieren – was sehr gut funktioniert hat. Das Modell muss also nur noch lernen, wie eine Biene mit Milbenbefall klingt.

Architektur des Prototypen (Bild des Projektes)

Und wäre es nicht toll, wenn dieses System uns über die Schwarmlust bzw. Schwarmbereitschaft unserer Bienenvölker frühzeitig informieren könnte?

Das Projekt bzw. der Prototyp sind übrigens OpenSource, d.h. jeder ist eingeladen, den Prototyp auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Wer Lust hat, findet unter dem folgenden Link weiter Informationen zum Projekt bzw. Prototyp:

https://github.com/kevinkrs/acoustic-bee-classifier-arduino

Ein Interview mit zwei der vier Einwickler:innen finden Sie hier:

https://www.uni-hamburg.de/newsroom/campus/2022/0727-coworking-startup-bienen.html

Die engagierten Entwickler:innen sind übrigens: Alexia Geoffrion, Nabil Basharat, Tobias Bartsch, Kevin Kraus. 🙂

smarte Bienenbeute

Ein Startup-Unternehmen aus Frankreich entwickelt Bienenbeuten mit Lüftung, Heizung und Datenfunk.

Varroa-Milbe - Lizenz des Bildes: CC0
Varroa-Milbe – Lizenz des Bildes: CC0

„Komplett ohne Chemikalien will das französische Startup Beelife Bienenstöcke gegen Varroamilben schützen. [..] Möglich machen soll es ein Bienenkasten (in der Imker-Fachsprache „Beute“), der sich gezielt überwärmt: Varroamilben kommen nämlich mit hohen Temperaturen (um 42 Grad Celsius) weniger gut zurecht als Bienenpuppen. Die sogenannte hyperthermische Behandlung nach Engels und Rosenkranz ist manuell einigermaßen aufwendig. Der „Beelife“-Beute (offenbar ein Wortspiel, „Beehive“ heißt auf Englisch Bienenstock) übernimmt die Arbeit vollautomatisch.“ [Heise 2019]

Die Beelife-Beute lässt sich über eine App fernsteuern, über Photovoltaik wird die Stromversorgung sichergestellt und sie soll Ende 2019 auf den Markt kommen für ca. 950 Euro.

Quelle: Heise, c’t Magazin, 08.01.2019, https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gegen-Bienensterben-Bienenstock-mit-Lueftung-Heizung-und-Datenfunk-4267494.html (besucht am 08.01.2019)

Stockwaage für wenig Geld im Eigenbau

Ich hab da mal was vorbereitet .. mit wenig finanziellen Mitteln und ein bisschen Handarbeit zur eigenen digitalen Stockwaage.

Digitale Anzeige der Stockwaage

Digitale Anzeige der Stockwaage

Gerade als Jungimker ist man bei sehr vielen Themen doch sehr unsicher. Das Was, Wann und Wie sind dabei keine Konstanten die man in irgendeinem Buch nachlesen kann, vielmehr hängen sie vom Standort, dem Wetter und zahlreichen weiteren Faktoren ab. So waren 2017 und 2018 im direkten Wettervergleich völlig verschieden. Auch wenn der Bien es sehr wohl versteht sich zu organisieren und Honig zu sammeln, so ist er dann im Spätsommer und Herbst doch auf unsere Hilfe angewiesen wenn es um die Bekämpfung der Varroa Milbe und das Einfüttern geht. Diese zwei genannten Punkte sind so essenziell, dass ohne imkerliches Zutun der Bien wohl kaum oder mit geringer Chance überleben würde.

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