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Mein Garten – bienenfreundlich oder nicht?

Etwas für Bienen zu tun, ist gerade sehr in Mode. Allerdings fängt das weniger mit den Bienen an als mehr mit den Pflanzen, die den Bienen Nahrung geben. Und da kann jede/r mithelfen, die/der einen kleinen Garten hat. Oder auch nur einen Balkon. Nur: Welche Pflanzen sind gut für Bienen und . welche nicht? Bernhard Jaesch hat zwei Pflanzenlisten zusammengestellt, eine „bunte“ und eine „schwarze“.

Bienenfreundlich oder nicht?

Bienenfreundlich oder nicht?

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Tischlein deck dich

Sie wollen was für unsere Honigbienen tun? Toll, dann decken Sie doch mal für die Bienen den Tisch im Garten! 🙂

Stichwort ist hier die Bieneweide oder auch Bienentrachtpflanze. Bei Wikipedia heißt es dazu: „Als Bienentrachtpflanze oder Bienenweide bezeichnet man Pflanzen, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen und deswegen häufig von Honigbienen angeflogen werden.“ [1]

Bienenfreund / Phacelia [2, 3]

Bienenfreund / Phacelia

Bienenfreund / Phacelia – Lizenz des Bildes: CC0

Die hellblau bis blauviolett blühende Phacelia, auch Bienenfreund, Bienenweide, Büschelblume oder Büschelschön genannt, ist eine vielseitig verwendete Pflanze. Sie wird als Bienenfutter, Bodenverbesserer, Futtermittel und Schädlingshemmer im Garten und in der Landwirtschaft ausgesät und geschätzt.

In naturnahen Gärten ist die Phacelia besonders beliebt in Kombination mit Stauden, Gräsern und einjährigen Blumen. Am meisten angebaut wird die Rainfarn-Phazelie mit der botanischen Bezeichnung Phacelia tanacetifolia (einjährig).

  • Höhe: 50 – 100 cm
  • Standort: Sonnig am besten, geht auch wo anders
  • Blüte: Anfang Juni bis Ende September
  • Lebensdauer: einjährig, säht sich selbst wieder aus / Aussaat im Mai
  • Anspruch: anspruchslos
  • Aufwand: keiner, abgestorbene Pflanzenreste bleiben als Mulch liegen, sind Nährboden für kommende Generation

Lavendel / Lavandula angustifolia [4]

Lavendel / Lavandula angustifolia

Lavendel / Lavandula angustifolia – Lizenz des Bildes: CC0

Der Echte Lavendel ist ein graufilzig behaarter, aromatischer Strauch, der Wuchshöhen bis 100 (selten bis 200) Zentimetern erreicht. Sie findet hauptsächlich Verwendung als Zierpflanze oder zur Gewinnung von Duftstoffen. Die Fachjury des Theophrastus-Naturheilvereins wählte den Echten Lavendel zur Heilpflanze des Jahres 2008.

In der Imkerei ist der Lavendel aufgrund des hohen Zuckergehalts seines Nektars (21–48 %) und seines hohen Zuckerwerts (bis zu 0,26 mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Nebentracht.

  • Höhe: 100 cm
  • Standort: sonnig, gering winterhart
  • Blüte: Juni – August
  • Lebensdauer: mehrjährig
  • Anspruch: warm, Boden: mag es, wenn die Erde mit Steinen bedeckt wird
  • Aufwand: keiner, ggf. schneiden

Haselnuss / Corylus avellana [5, 6]

Haselnuss / Corylus avellana

Haselnuss / Corylus avellana – Lizenz des Bildes: CC0

Die Gemeine Hasel (Corylus avellana), auch Haselstrauch oder Haselnussstrauch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Sie ist ein meist rund fünf Meter hoch werdender sommergrüner Strauch, der in Europa und Kleinasien heimisch und in Mitteleuropa sehr häufig ist. Bekannt ist sie für ihre essbaren, seit Jahrtausenden vom Menschen genutzten Früchte, die Haselnüsse. Der Großteil der im Handel erhältlichen Haselnüsse stammt jedoch von der nahe verwandten Lambertshasel (Corylus maxima).

Die Hasel hat ihre Blütezeit im Februar/März vor dem Laubaustrieb und ist als Frühblüher ein wichtiger Pollenlieferant für Honigbienen.

  • Höhe: 2 – 6 m
  • Standort: sonnig, mäßiger Schatten
  • Blüte: Februar – März/April
  • Lebensdauer: bis ca. 100 Jahre
  • Anspruch: Licht
  • Aufwand: ggf. schneiden

Wann blüht was?

Blühzeiten in der Jahresübersicht

Blühzeiten in der Jahresübersicht

Im Rahmen eines Projekts, ein Bienenbeet – d.h. ein Beet, dass über die gesamte Jahreszeit hinweg Bienen Nahrung (Nektar und Pollen) bieten soll – anzulegen, ist eine (nicht vollständige) Übersicht über für Bienen wertvolle Sträucher und Pflanzen entstanden. Die Nicht-Vollständigkeit erklärt sich daraus, dass im Fokus die Bepflanzung des Beetes unter den folgenden Prämissen stand: für Bienen freundlich, wenig Arbeit im Laufe des Jahres und nicht zu teuer.

Nicht immer und bei jeder Pflanze konnten wir die drei Kriterien unter einen Hut bringen – und es ist sogar eine für Bienen nutzlose Pflanze dabei. Aber vielleicht inspiriert Sie dieser Beitrag und die Übersicht ja zu einem eigenen Beet. Die Bienen, die Pflanzen und die Natur werden es ihnen Danken.

Achtung: Ich bin kein Biologe, Botaniker, Gärtner oder habe sonst irgendwie einen Grünen Daumen. D.h. die im PDF-Dokument zu findenden Informationen sind von einem absoluten Laien zusammen­getragen worden. Dies heißt auch, dass ich keinen Anspruch auf eine Urheberschaft der hier zusammengetragenen Informationen erhebe bzw. mich für die Richtigkeit verantwortlich fühle. Im Zweifel prüfen Sie bitte meine Quellen. Wenn Sie Fehler entdecken, dann schreiben Sie gerne unten einen Kommentar. Ich werde die Fehler gerne berichtigen und das Dokument bzw. diesen Beitrag aktualisieren.

Quellen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Bienentrachtpflanze (besucht am 20.03.2017)
  2. http://www.hausgarten.net/pflanzen/sommerblumen/bienenfreund.html (26.02.2017)
  3. http://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_25.html (26.02.2017)
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Lavendel (besucht am 17.03.2017)
  5. http://www.baumkunde.de/Corylus_avellana/ (besucht am 17.03.2017)
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Hasel (besucht am 17.03.2017)
  7. Pflanzen für Bienen (PDF-Datei: 19,4 MB)

Blumenwiesen leicht gemacht

Diejenigen, die in den 40er und 50er Jahren das Bild dieser Welt erblickten, kennen sie noch aus eigener Anschauung – die Blumenwiesen – waren sie doch ganz selbstverständlich Teil unserer Kulturlandschaft und noch häufig anzutreffen. Nach dem Weltkrieg, ab den 1950er Jahren vollzog sich im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs ein Wandel zu einer zunehmend industrieartigen Landwirtschaft mit weit reichenden Konsequenzen für die Landschaft. Ein Verlierer dieser Intensivierungsanstrengungen waren die arten- und blütenreichen Wiesengesellschaften, die sich auf den unterschiedlichsten Standorten etabliert hatten und genutzt wurden.

Blumenwiese

Blumenwiese – Lizenz des Bildes: CC0

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