Telekom will Bienen mit Technik retten

Telekomchef Timotheus Höttges und Bundeskanzlerin Angela Merkel beim CeBIT-Rundgang @ Deutsche Telekom

Telekomchef Timotheus Höttges und Bundeskanzlerin Angela Merkel beim CeBIT-Rundgang @ Deutsche Telekom

Bundeskanzlerin Angela Merkel musste auf ihrem Rundgang über die CeBIT auch vor einem Bienenstock halt machen. Timotheus Höttges, Chef der Deutschen Telekom, zeigte ihr die neueste Technik, mit der das Unternehmen dem Bienensterben entgegentreten will. Dabei sollen Sensoren dem Imker zeigen, ob seine Bienen gesund sind.

Die Sensoren sammeln Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Gewicht des Bienenstocks (also  Füllstand der Waben) und Aktivität der Bienen. Mittels einer Smartphone- oder Tablet-App kann der Imker dann sehen, ob mit seinen Bienen alles in Ordnung ist.

Die Digitalisierung könne so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung leisten, meint die Telekom. „Ein Bienenstock ist die kleinste Industrieanlage der Welt mit 40.000 Mitarbeitern auf einem halben Quadratmeter. Wie bei Industrie 4.0 sorgen Sensoren und Narrowband-IoT für kontinuierliche Überwachung und rechtzeitige Hilfe, bevor ein Bienenvolk Schaden nimmt,“ sagt Höttges.

Da diese Sensoren meist nur einmal stündlich oder täglich kleine Datenpakete übertragen, können sie, so die Telekom, über Jahre ohne Batteriewechsel betrieben werden.

Mehr zur Telekomaktion auf der CeBIT

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Zur Diskussion:

Wäre eine solche Technik für Euch Imker hilfreich? Oder eher „Speelkraam“?

5 Kommentare

  1. Interessant ist es schon, siehe HOBOS. Rein gucken muss man trotzdem, um die Daten dann entsprechend in Relation setzen zu können und man sieht auch gleich, wie sich das Öffnen der Beute auswirkt? und natürlich wollen wir ja auch noch weitere Details wissen, so dass wir Imker zum Glück nicht überflüssig werden?

    • Die Datenerfassung mag ja bedingt helfen – das nächste Thema ist dann die Auswertesoftware. Nur stellt sich die Frage, wie lange es dauert bis die Immen den einen oder anderen Sensor mit Kitt belegt haben und dann Feierabend ist. Also bleibt für den Imker eben nicht allein die Frage „Wieviel kostet der Spass?“ Man soll ja nicht jede Neuerung als Spielkram abtun, aber ob da für den Imker rein wirtschaftlich ein Plus entsteht, wage ich erst einmal sehr zu bezweifeln

  2. Iver Jackewitz

    27. März 2017 at 20:50

    Hmmm, interessant finde ich das schon, aber was soll ich mit den Daten genau anfangen? Okay, Gewicht ist nach der Auffütterung bis in den Frühling interessant, aber Luftfeuchte oder Luftdruck? Wenn der Luftdruck zu hoch ist, soll ich dann ein Tiefdruckgebiet bei Petrus bestellen?

    So richtig sinnvoll ist das wahrscheinlich erst, wenn auch die Beute entsprechend automatisch reagiert:

    • zu kalt? Dann geht der Boden unten zu und die Heizung an.
    • zu warm? Boden auf, Heizung aus und oben gehen Lüftungsklappen auf.
    • zu hohe Luftfeuchte? Einmal Stoßlüften bitte!
  3. Na ja, wenn man die Daten hat und sammelt und in Bezug zur Volksentwicklung stellt, kann man da vielleicht schon ein paar Rückschlüsse ziehen. Und zukitten tun sie es scheinbar nicht, die Uni Würzburg erhebt ihre Daten ja auch mit diversen Sensoren in den Beuten.

  4. Wenn man damit erfahren kann, ob die Biene genug „Bienenweide“
    in der Umgebung zur rechten Zeit findet, dann ist das Innenbleben
    auch OK. Man könnte so die Wertigkeit des Bienenstandes ermitteln.
    Auch wäre es nützlich, gleich die Pollenanalyse zu bekommen.
    Wenn schon, dann richtig forschen, Wolfgang.

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